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Vereinsblatt 22.06.2016

Sittenserin beste Pulerin
22.06.2016 - Von Wolfgang Millert

Geschafft! Brigitta Jahn (hinten rechts) hat beim Krabbenpulen auch Abonnementssieger Rolf Decreßin (vorne links) hinter sich gelassen.


ZEVEN.
Das 14. Matjesfest mit viertem Shantyfestival war mit einem bunt gemischten Programm bei angenehmen Temperaturen am Wochenende eine rundum gelungene Sache. Nicht nur die traditionelle Fassversteigerung durch Auktionator Ralph Paulsen brachte satte 420 Euro für die evangelische Jugend.

Auch kriegte er das Kunststück fertig, ein wunderschönes Bild von der Insel Neuwerk für gutes Geld „amerikanisch“ an den Mann zu bringen. Schließlich klingelte die Schiffsglocke, und Johann Müller aus Zeven konnte das Kunstwerk glücklich in Empfang nehmen. Bei geschätzten 116 Euro und dem überaus spendierfreudigen Publikum versagten dem unermüdlichen „Ralli“ fast Stimme und Übersicht, so dass am Ende sogar über 200 Euro in den kleinen Sammelschiffchen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) steckten, die von der Ehrenwerten Matjesgesellschaft flink herumgereicht worden waren. Über diese unerwartet stattliche Summe freute sich Horst Schween von der Zevener DGzRS-Ortsgruppe so sehr, dass er zu Tränen gerührt war.

Dann folgte der hoch spannende Krabbenpulwettbewerb, zu dem Vereinsblatt-Redakteurin Sabine Schmidt die Schalentiere eigens superfrisch von Krabben-Bremer aus Dorum besorgt hatte. Die ersten drei Plätze lagen jeweils nur ein Gramm auseinander. Immerhin gelang es Brigitta Jahn, Rüdiger Liszio und Rolf Decreßin, der bereits dreimal gewonnen hat, auf die Plätze zu verweisen.

Dann waren die fünf Shantychöre aus Loxstedt, Verden, Oldenburg, Noordwijk (NL) und „Windjammer“ aus Zeven am Zuge und sangen auf zwei Bühnen von Matrosenliebe, Sehnsucht und rauer See. Der älteste Shantyman war der 91-jährige Helmut Schmidt aus Loxstedt, der nach eigener Aussage über 40 Jahre Chorleiter war und der Musik verbunden bleibt, bis ihn „der da oben eines Tages zu sich heranwinkt.“ Der Zeemanskoor „De Noordwijkers“, allen voran ihr Temperamentbolzen Kees mit Bodhran und Schlaghölzern, brachte das Publikum mit den Liedern „Sierra Madre“, „Mull of Kintyre“, „Bora Bora“ und sogar „Ich hab‘ mein Herz in Heidelberg verloren“ immer wieder zum Schunkeln und Mitsingen.

Den Abschluss des Festivals bildete das große Finale mit allen fünf Chören, das „Windjammer“-Captain Frits Hooijberg mit lockerer Hand sicher dirigierte. Auch die Kinder der Grundschule Klostergang zeigten unter Leitung ihrer Lehrerinnen Farina Bauer, Kerstin Höhne, Gabriele Bauer und Anne Wrage, was sie eingeübt hatten, und trugen mit viel Schwung Lieder aus dem „Regenbogenfisch“ vor.